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Landesverbandstag 2022

(ho) Wiederum pandemiebedingt mit umfangreichem Hygienekonzept und Sicherheitsvorkehrungen fand der diesjährige Landesverbandstag von Haus & Grund Niedersachsen e. V. am 21. Mai 2022 im Weserberglandzentrum/Hameln statt. „Vorsicht und Umsicht sind weiterhin das Gebot der Stunde, betonte Haus & Grund-Landesvorsitzender Dr. Hans Reinold Horst zum Zuschnitt der Kundgebung.“ Gerade deshalb war ihm die Freude über den persönlichen Kontakt bei der Begrüßung innerhalb des Vorstandsberichts an die anwesenden Delegierten anzumerken. Nochmals konnte die Mitgliederversammlung in diesem Jahr trotz anziehender Inzidenzen innerhalb der „Sommerwelle“ wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden, wenn auch in kleinerem Rahmen. Rund 27 Mitgliedsvereine entsandten ihre Delegierten, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und einen Teil des Aufsichtsrats neu zu wählen.

Berichte aus Berlin und Hameln

Eigens aus Berlin angereist war erneut der Präsident von Haus & Grund Deutschland, Dr. Kai H. Warnecke. In seinem Grußwort gab er eine spannende Schilderung der bundespolitischen Verhältnisse „rund um Haus & Grund“, die sprichwörtlich „unter die Haut“ ging. Er wurde glänzend flankiert von Thomas Kock, Vorsitzender des gastgebenden Vereins Haus & Grund Hameln, der mit einer ortsbezogenen Schilderung von Wohnungsmarkt, Wohnungswirtschaft und Wohnungspolitik und den darauf basierenden Arbeitsfeldern „seines“ Vereins bereicherte.

Vorstandsbericht - „Tacheles“-Rede des Verbandsvorsitzenden

In seinem Vorstandsbericht widmete sich Dr. Horst vor allem dem jetzt beginnenden Landtagswahlkampf. Gegenüber der Landespolitik fand er deutliche Worte: „Die Politik muss jetzt liefern. Die Spitzenkandidaten stehen fest, jetzt müssen sie in der Sache konkret werden. Private Eigentümer und Vermieter brauchen jetzt im beginnenden Wahlkampf eine vernünftige Antwort auf die Frage, warum sie eine Partei noch wählen sollen. Denn es macht sich mehr und mehr Wählerverdrossenheit breit. Mit Leerformeln wie „fair, gerecht, nachhaltig, klimaneutral“ kommen wir nicht weiter.“

Auch „grüner Wohnungsbau“ müsse bezahlbar bleiben. Klimaschutz sei wichtig, aber kein Selbstzweck und schon gar keine Monstranz, die man unreflektiert vor sich herträgt. Auch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft müsse einen Bau genauso rechnen können wie private Investoren, und könne ebenfalls keinen bezahlbaren Wohnraum garantieren. Die Materialknappheit am Bau werde immer dramatischer, die Baupreise stiegen ins Unermessliche, Handwerkertermine seien kaum mehr zu bekommen und schon gar nicht mehr verlässlich planbar. Dafür werde immer weiter gegen die Vermieter und gegen die Mietpreise gehetzt. Wer aber keine Mittel mehr erwirtschafte, der könne auch nicht investieren. Von Rendite sei am Wohnungsmarkt schon lange keine Rede mehr.

Folge: Haus & Grund Niedersachsen hat deshalb für die vertretenen privaten Eigentümer gerade im Wahlkampf konkrete Fragen an die Spitzenkandidaten und die von ihnen vertretenen Parteien und Fraktionen:

  • Welche Mittel hat die Politik zur Eindämmung der Baupreise?
  • Wie wird sie zukünftig auf Landesebene mit den Mieten umgehen?
  • Welche Anreize (Fördertöpfe, Steuererleichterungen und Nachlässe bei der Grunderwerbsteuer zumindest für Ersterwerber / Selbstnutzer) werden zur Bautätigkeit für private Eigentümer und Vermieter geschaffen?
  • Wie geht sie mit den explodierenden Energiekosten um und wie „fair und gerecht“ will sie diese Kosten auf Eigentümer und Mieter verteilen?
  • Werden die überkommenen und ungerechten Straßenausbaubeiträge vom Land endlich abgeschafft?
  • Welche Lösungen bieten Kandidaten, Parteien und Fraktionen für das private Grundeigentum?

Sie werden sich an den Antworten messen lassen müssen - durch die Wählerbeteiligung und durch das Wahlverhalten unserer Bürgerinnen und Bürger.

"Wir müssen jetzt „Tacheles“ reden", so Dr. Horst abschließend.

Zum „Polit-Talk“ in Wort, Bild und Schrift - persönlich und als geführtes Video-Interview - hat Haus & Grund Niedersachsen die Spitzenkandidaten und die Fachsprecher der von ihnen vertretenen Parteien und Fraktionen im Niedersächsischen Landtag eingeladen.

Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsratswahlen jeweils einstimmig

Nach einstimmiger Genehmigung des Jahresabschlusses 2021 entlasteten die Delegierten Aufsichtsrat und Vorstand für das Jahr 2021 ebenso einstimmig und bestätigten die zur Wiederwahl anstehenden Aufsichtsratsmitglieder Timm Voss (Walsrode), Manfred Metker (Bad Iburg), Dr. Maby Beißner (Hannover), Dr. Stefan Kaufmann (Wunstorf), Falk Kolbe (Jever) und Hauke Stark (Lüneburg) mit jeweils überzeugenden und sehr guten Voten in ihren Ämtern.

Einstimmig und ohne Enthaltungen zum Vorsitzenden des verbandseigenen Aufsichtsrats wiedergewählt wurde Timm Voss (Walsrode), im Aufsichtsrat als Beisitzer seit dem Jahre 2010 tätig, ebenso einstimmig und ohne Enthaltungen der bisherige Sprecher für Finanzfragen im verbandseigenen Aufsichtsrat, Manfred Metker.

Auch bei der Benennung der Kassenprüfer war man sich völlig einig:
Wiedergewählt wurden einstimmig Carsten Schubert (Emden) und Ingo Wobbe (Osnabrück). Für den auf eigenen Wunsch ausscheidenden Bernd Jorczyk neu gewählt wurde Marcus Lange (Celle).
In seiner Laudatio bedankte sich Verbandsvorsitzender Dr. Horst bei Bernd Joaczyk herzlich für dessen stets unermüdlichen und absolut verlässlichen Einsatz als Kassenprüfer.

Haus & Grund Niedersachsen gratuliert allen Gewählten herzlich.

Resümee:

Wenn auch pandemiebedingt nicht in dem bisherigen Umfang einer Großkundgebung veranstaltet, darf der Landesverbandstag 2022 als ein schöner Erfolg und als eine Bestätigung für die Arbeit des Verbandes im letzten Jahr bezeichnet werden.

© Dr. Hans Reinold Horst

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